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Psychiatrie-Skandale in der Bundesrepublik reißen nicht ab
München, den 4. 4. 1978
Die Psychiatrie-Skandale in der Bundesrepublik nehmen kein Ende. So verschiedenartig diese Skandale auch geartet sind - angefangen von mysteriösen Todesfällen über Pharmakaversuche an Kranken bis hin zur Verabreichung einer Elektrokrampftherapie für eine Patientin, weil sie "laut", "erregt" und "aggressiv" war - so zeigen doch alle, dass die Rechte psychisch Kranker vielfach aufs Gröbste verletzt werden, sofern sie überhaupt existieren. Über diese Missstände berichtet die "Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte e.V." in der neuesten Ausgabe ihrer monatlichen Mitteilung "Menschenrechte Aktuell".
In ihrer Mitteilung beschreibt die Kommission eine ganze Reihe von Skandalen sehr ausführlich. Im Einzelnen:
Die Kommission weist in ihrer Monatsschrift zugleich darauf hin, dass sich die Reihe der Psychiatrie-Skandale noch beliebig lange fortsetzen ließe, da ihr hunderte von Hilfsansuchen vorliegen, in denen sich Patienten oder deren Angehörige über Menschenrechtsverletzungen in psychiatrischen Einrichtungen beklagen.
Dass es um die Rechte psychisch Kranker nicht gut bestellt ist und diese Rechte in zahlreichen Fällen verletzt werden, wie die jüngsten Vorkommnisse erneut beweisen, ist kein Geheimnis. Wie aus der monatlichen Mitteilung weiter hervorgeht, arbeitet die Kommission gegenwärtig an einem "Handbuch für die Rechte psychisch Kranker". Das Handbuch - so ist geplant - soll in einer möglichst hohen Auflage erscheinen, damit es zu einem günstigen Preis angeboten werden kann. Dadurch will die Kommission dem offensichtlichen Informationsdefizit auf diesem Gebiet, dass schon allein durch die zahlreichen Anfragen von Patienten und Angehörigen deutlich wird, wirksam abhelfen.
_______________________________________________________ Die KVPM wurde 1972 in München von Mitgliedern der Scientology Kirche gegründet und gehört zum weltweit größten Netzwerk zur Aufdeckung von Missbräuchen in der Psychiatrie. |
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