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| von Bernd Trepping
korrupt, menschenverachtend, tödlich:
Ex-Manager gibt Einblicke in unheilige Allianz zwischen Pharmaindustrie und Psychiatrie
Unter dem Pseudonym John Rengen hatte der Pharma-Insider John Virapen im Sommer 2006 einen Enthüllungsroman veröffentlicht, der jede Menge schockierende Einsichten in die kriminellen Machenschaften der Pharmaindustrie gibt. Das Buch beschreibt unter anderem, wie ein Psychiater für die Fälschung einer Studie gesorgt hat, um damit die offizielle Zulassung für ein Psychopharmakon zu erhalten, das zum absoluten Kassenschlager in der Pharmageschichte avancierte. Eine Pille, die zwar in unzähligen Fällen tödliche Folgen hatte, den Hersteller aber vom Mittelfeld an die Spitze der weltweit größten Pharmaunternehmen führte.
Den Roman schrieb Virapen als Fiktion, um sich vor Klagen des Unternehmens zu schützen. Die Parallelen sind jedoch eindeutig. Die Firmen werden als "E." und "N." abgekürzt, die Pille, um die es geht heißt "Pro...".
Der "Teufel" wechselte die Fronten
Nachdem sich Virapen entschieden hatte jetzt mit der gesamten Wahrheit heraus zu kommen, meldete er sich bei der Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte Deutschland e.V. (KVPM). Ein Verein, der in Deutschland vor 35 Jahren von Scientologen und Betroffenen gegründet wurde und Missbräuche der Psychiatrie aufdeckt.
Nachdem Virapen ausgerechnet auf einer Pressekonferenz der KVPM sprach, sorgte dies für einigen Wirbel, Diskussionen und teilweise wilde Spekulationen.
In seinem Buch gibt Virapen auf Seite 9 unter der Überschrift: "Nicht wahr" folgenden Hinweis:
Der wichtigste Grund dafür, dass die folgende Geschichte nicht wahr sein darf, sind Sie werter Leser, der dieses Buch in den Händen hält. Denn wäre diese Geschichte wahr, dann läge das Buch - statt im Buchladen zum freien Verkauf - verschlossen in irgendeiner finsteren Lagerhalle. Sie würden nichts darüber erfahren.
Seinen wahren Namen gab John Virapen auf der Hamburger Pressekonferenz bekannt. Weil er sich durch die darauf folgenden Telefonanrufe und Emails belästigt fühlt, möchte er lieber, dass ich bei seinem Pseudonym, John Rengen bleibe. Bereitwillig hatte er sich mir mit seinem Personalausweis ausgewiesen. Der Co-Autor seines aktuellen Buches heißt Olaf Nollmeyer, er schrieb die deutsche Fassung. Das Buch ist im Trafo-Verlag Berlin erschienen, hat 125 Seiten und kostet 12,80 Euro. Rubio fährt in dem Buch von Kiel nach München. Er ist ein Pharmaboss und erzählt einem Mitreisenden von seinen Machenschaften in seiner Branche.
Virapen sagt, er sei insgesamt mehr als 35 Jahre in der Pharmabranche auf internationaler Ebene tätig gewesen. In dieser Zeit habe er in unterschiedlichen Firmen gearbeitet. Seine Karriere als Pharmavertreter habe in Schweden begonnen. Er sei sehr erfolgreich gewesen und sei einem Recruiter des Unternehmens "E" aufgefallen. Dieser habe ihn gefragt, ob er nicht für sein Unternehmen arbeiten möchte und so habe er damals bei dem Unternehmen "E" begonnen.
"Man muss wissen wo die Schnittstellen liegen, an denen das Verfahren ausgehebelt werden kann - und muss - wenn es um Profit geht."
Virapen sagt, er habe seine Sache bei der Firma besonders gut gemacht. Als Farbiger habe er immer wieder Vorurteile wegen seiner Hautfarbe zu spüren bekommen und so habe er den Anspruch entwickelt, es allen zeigen zu wollen, indem er seinen Job besser machte, als jeder andere. So sei er in der Firma bis zum Produkt Manager für den gesamten skandinavischen Bereich aufgestiegen, bis zum Geschäftsführer für "E" Schweden. Firmenintern sei er als ein "Achiever" bezeichnet worden, also jemand, der die Dinge zum laufen brachte. Er sei weltweit einer der ersten gewesen, der versucht habe für "Pro" der Firma "E" eine Zulassung zu bekommen.
Auf die Frage, wie es überhaupt möglich ist trotz staatlicher Zulassungsbehörden für schädliche oder gar tödliche Psychopillen eine Genehmigung zu bekommen, antwortet Virapen, dass "Pro..." hier ein anschauliches Beispiel sei. In seinem Buch schreibt er: "Der Spaß, ein völlig unzureichend getestetes Produkt, bei dem die Tests, die überhaupt durchgeführt wurden, zu Selbstmorden unter den Probanden führte, dennoch bei einer staatlichen Behörde gegen alle Wahrscheinlichkeit registriert zu bekommen - dieses betriebswirtschaftliche Vergnügen kostete nur etwa 10.000 US Dollar Bestechungsgeld. Geld aus der Portokasse von "E", einem der weltgrößten Pharmakonzerne, für die ich das damals tat."
Virapen meint, wer seine Informationen das erste Mal höre, mag über das Bild, das er über die sauber geglaubte Weste von Medizinern und der Pharmaindustrie erhalte, schockiert sein. Ihm sei klar, dass er mit seinen Aussagen das Bild vieler Menschen erschüttere, die bisher der Meinung gewesen seien, dass die Empfehlungen ihres Arztes oder Apothekers, das Amen in der Kirche sei. Sicher würden viele über ihn denken, dass er ein Schwein sei. Was er getan habe sei auch aus seiner heutigen Sicht unehrlich und korrupt.
Die Frage, wie man sich die Entstehung eines neuen Medikamentes vorstellen müsse und welches die Hürden auf seinem Weg aus dem Kopf eines Chemikers, Mediziners oder eines Menschen seien, der sich überlege, womit er in den nächsten Jahren unglaublich viel Geld verdienen könnte, lässt Virapen "Rubio" in seinem Buch folgendermaßen beantworten: "Die Entwicklung und Lebensdauer eines Medikamentes ist für alle Medikamente im Grunde gleich. Dieser Weg scheint völlig rational, überschaubar und reglementiert zu sein.
Virapen beantwortet im Buch die Frage nach der gängigen Praxis, was passiere, wenn in klinischen Studien verheerende Nebenwirkungen eines Medikamentes beobachtet werden, genauso direkt. Wenn z.B. die Nieren von Patienten versagen, obwohl doch die Behandlung von Arthritis geplant war, wenn die "Neben"-Wirkungen einer neuen Wunderpille unabsehbar sind etc.
Pharmaunternehmen genießen im Allgemeinen einen guten Ruf in der Öffentlichkeit, von "PR Patzern" wie etwa im Conterganskandal einmal abgesehen. Der Mann auf der Straße denkt in der Regel, diese Firmen bemühen sich edel um Hilfe für Kranke. Führende Pharmaunternehmen investieren Millionen in PR-Kampagnen, um dieses Image aufrecht zu erhalten. Virapen macht in seinem Buch "Rubio spuckt´s aus" deutlich, wie weit dieses Image von der Wirklichkeit entfernt ist, wie zum Beispiel durch folgenden Absatz:
"Ein Konzern geht in Wirklichkeit davon aus, dass das Produkt auf den Markt kommt und der Umsatz stimmt - es muss auf den Markt, die Zeit drängt, die Konkurrenz hat ähnliches vor, der Erste sein ist allentscheidend - und Leute wie ich werden dafür bezahlt, dass es passiert, egal wie.
Grundlage des finanziellen Gewinns ist die Erfindung von Krankheiten. Unangefochtene Großmeister dieser Disziplin sind Psychiater, lukrative Opfer sind Kinder!
Virapen sagt, dass er aus seiner über 35-jährigen Erfahrung in der Pharmaindustrie - die er persönlich als Drogenindustrie bezeichnet - wisse, dass man von einem Pharmaunternehmen keine faktischen Informationen erhalte. Dies gelte seiner Überzeugung nach auch für wissenschaftliche Symposien, wissenschaftliche Magazine, wissenschaftliche Expertenaussagen, sowie für deutsche, amerikanische und schwedische Pharmakonzerne!
Das Wort Information müsse korrekt als: "gewünschte Fehlinformation", "gezielte Falschinformation" oder als "umsatzsteigernde Maßnahme der Werbeabteilung des Pharmakonzerns" übersetzt werden.
Der aufrichtig Helfende beobachte wo Hilfe nötig sei und wie er am besten helfen könne. Der Profitgeile sehe alle Menschen als hilfsbedürftig an, denn kranke Menschen seien ein gigantischer Markt.
Weil in Deutschland keine Tablettenwerbung betrieben werden darf, wird in der Lilli-Anzeige kein konkretes Produkt genannt. Virapen sagt, er wisse aber, dass damit das Produkt "Strat..." verkauft werden solle, - ein Folgeprodukt aus der langen Reihe der Psychopillen, die in den 60er Jahren experimentell und auf ganz klare, spezifische, abgezirkelte Patientengruppen angewandt worden sein sollen. Virapen wolle nicht, dass sein Sohn später im Kindergarten irgend eine Art Psychodrogen bekommt. Verfolgt man aber den Trend der letzten Jahre in Deutschland, so würde diese Gefahr immer größer.
Seit Jahrzehnten kritisiert die KVPM, dass von der Psychiatrie immer mehr wissenschaftliche Behauptungen und erfundene Diagnosen in die Welt gesetzt werden, um normales menschliches Verhalten als krankhaft abzustempeln. Auch das Buch nimmt an einer Stelle direkten Bezug auf den besonders subjektiven Bereich der Psychiatrie und gibt dabei Einblicke in das Zusammenspiel zwischen Pharmaindustrie und dem psychiatrischen System.
Da Pharmaunternehmen aufgrund der Gesetzeslage in Deutschland nicht für verschreibungspflichtige Medikamente werben dürfen, geschieht dies über einige Umwege. So werden von der Pharmaindustrie immer wieder Kampagnen oder Betroffenen-Verbände finanziert oder mitfinanziert. In seinem Buch zitiert Virapen den BUKO Pharma Brief Nr.2/3, April-Mai 1998: In Großbritannien gab es von 1992 bis1997 eine Kampagne "Bekämpft die Depression", die von den PsychiaterInnen- und AllgemeinärztInnen-Verbänden organisiert wurde. Die Kampagne wurde von der Pharmaindustrie mitfinanziert. Die AllgemeinärztInnen wurden aufgefordert, 70% mehr PatientInnen wegen Depressionen zu behandeln und die Medikamente offensiver einzusetzen. Dabei wurde ein klarer Schwerpunkt auf SSRI-Antidepressiva* gesetzt. Es erstaunt wenig, dass alle bedeutenden SSRI-Hersteller die Kampagne unterstützten. Heute wird diese Kampagne von der "Depression Alliance", einer Industrie-gesponserten PatientInnen-Organisation, weitergeführt. Virapen sagt, dass Studien ergeben hätten, dass etwa 70 bis 90 Prozent der SSRI Wirkung auch durch Placebos, also ohne Nebenwirkungen, erreichbar seien.
Im Buch dreht sich viel um den so genannten Blockbuster der Pharmabranche, der in der gesamten Geschichte von Rubio immer nur mit "Pro..." oder "Flu..." abgekürzt wird. Nachdem am Ende des Buches, auf Seite 125 unter der Überschrift "Über die Autoren" die Bezeichnung Prozac in voller Buchstabenzahl genannt wird, nennt der Stern Journalist Markus Rill im Internet die offensichtlichen Zusammenhänge zwischen "Pro..." und Prozac, sowie "Flu..." und Fluctin. Aus Sicht der Pharmaindustrie zählt die Pille Prozac mit 54 Millionen Verschreibungen weltweit und zirka 20 Millionen Konsumenten allein in den USA, zum absoluten Kassenschlager, von dem jedes Pharmaunternehmen träumt.
Psychiater als stille Terroristen?
"Der Crash einer Boing 747 in einem Hochhaus zieht weltweite Empörung, Protest, Haß, milliardenschwere Gegenoffensiven und weltweite Gesetzesänderung zur "Verbesserung der Sicherheit", Veränderungen im Datenschutz und im internationalen Geld- und Flugverkehr nach sich. Vor einem Psychiater, der für 10.000 Dollar eine Studie manipuliert, womit er das zigfache an Opfern verursachte als eine 747 jemals anrichten könnte, machen Menschen sonntags beim Kirchgang bis heute einen Diener."
Die CCHR und ihre Ortsgruppen haben bereits vor 13 Jahren auf die gravierenden Nebenwirkungen hingewiesen die vielfach zum Tod führten. Die Scientology Kirche finanzierte in den Vereinigten Staaten eine ganzseitige Anzeigenkampagne in der Tageszeitung "USA-Today", doch erst viele Jahre nach Ablauf des Patentrechts, veranlasste die amerikanische Zulassungsbehörde, dass auf der Verpackung der Tabletten mit so genannten Black-Box-Warnungen auf diese Nebenwirkungen hingewiesen werden muss. Es stellt sich die Frage, wieso es so lange dauerte, bis endlich offiziell vor den Nebenwirkungen gewarnt wurde?
"Rubio" erklärt diese Frage so: Nachdem die schwedische Psychiatrie damals einen sehr guten Ruf genossen haben soll, habe Rubio einen schwedischen Psychiater bestochen, der als Gutachter für den Gesundheitsrat für "Flu..." eingesetzt gewesen sein soll. Denn die Ergebnisse der Studien seien zunächst auch für die schwedischen Behörden zu schlecht gewesen. Bei dem Psychiater habe es sich um einen so genannten unabhängigen Experten gehandelt, welcher der staatlichen Registrierungskommission die entscheidende Empfehlung gegeben haben soll, nachdem er Rubio und seinen Leuten gezeigt haben soll, wie die mangelhaften Papiere frisiert werden sollten. Die Abmachung: Eine Zahlung von 5000 Dollar vorher und 5000 danach, wenn alles unter Dach und Fach wäre und das neue Medikament zugelassen sei. In jenen Tagen in Schweden seien 5000 Dollar etwa Zehnmal so viel Wert gewesen, wie heute.
Später bei den Preisverhandlungen für die Pille, mit den staatlichen Leuten von der Preiskontrolle, landet Rubio einen weiteren Coup. Es hatte ihn nur zwei Krawatten für den Herrn von der Stelle, die die preislichen Richtlinien für die Apotheken erstellt, gekostet, um für eine Pille mit 20mg des Wirkstoffes einen Preis von 1,20 Dollar auszuhandeln. "Der Konzern war sehr glücklich mit dem Resultat." Als danach jedoch eine Expertin des Gesundheitsrates herausgefunden habe, dass bereits 5mg des Wirkstoffes ausreichen würden (und ein Patient sich übrigens auch bei dieser geringeren Menge versucht habe umzubringen), hätte es beinahe ein Problem gegeben. "1,20 Dollar geteilt durch 4 - das hätte einen katastrophalen Umsatzverlust bedeutet! Es war dem Konzern egal, dass er die Zulassung nicht bekommen hatte. Sie hatten ja jetzt einen offiziellen Preis. (...) Damit gingen sie in alle Länder und sagten: `Schaut, in Schweden bekommen wir 1,20 Dollar für unseren Kram.` Und Schweden hatte, wie gesagt, einen ausgezeichneten Ruf, was die Psychiatrie anging. Sie bekamen ihren Preis. Den von mir ausgehandelten Preis. Ich glaube es wurde dann zuerst in Belgien zugelassen," so Virapen in seinem Buch.
Virapen sagt, er sei in Schweden wegen Korruption und Bestechung vorgeladen worden, doch die Sache sei zu dem Zeitpunkt bereits verjährt gewesen. Die Bestechung des Psychiaters sei auch amtlich. Die Staatsanwaltschaft in Schweden habe ihm aufgrund der Verjährung nicht mehr an den Kragen gehen können. Als Resultat des Vorganges sei in Schweden das Antikorrpuptions-Gesetz geändert worden.
Doch auch wenn die Zulassungsbehörden ihre Zustimmung gegeben haben, müssen Psychiater bei der späteren Anwendung eines so schädlichen Medikamentes in der Praxis sehr genau beobachtet haben, welche Zerstörung es anrichtet. Solche Beobachtungen müssen auch nach der Zulassung gemeldet werden. Doch wie es aussieht, haben hunderte Psychiater die zerstörerische Wirkung des Medikamentes nicht gemeldet.
Deutschland, März 2005: Die Psychopille "Strattera" erhält die offizielle Genehmigung zur Anwendung bei "ADHS" bei Kindern. Sechs Monate später warnt die selbe Behörde vor der selben Pille wegen der Förderung von Suizidgedanken bei Kindern und Jugendlichen, läßt sie aber auf dem Markt.
Die Folgenden Zahlen dokumentieren eine unterträgliche Gleichgültigkeit der Psychiatrie gegenüber der Gesundheit ihrer Patienten:
Dabei erwähnt das Oberlandesgericht Hamm bereits 1982 in einem Urteil die persönlichkeitszerstörerische Wirkung von Psychopharmaka.
In den USA wies die FDA* erst im September 2005 den Pharmakonzern "Eli Lilly" an, die Aufschrift auf den Psychopillen Strattera zu verändern, um Informationen über das erhöhte Risiko von Selbstmordgedanken bei Kindern und Jugendlichen aufzunehmen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte stellte übrigens zum gleichen Zeitpunkt die gleiche Forderung.
Virapen schreibt in seinem Buch, dass kanadische Behörden nach Jahren der Verwendung am 9. Februar 2005 die Vermarktung von Adderall XR wegen Berichten von 20 unerklärten Todesfällen, (14 davon bei Kindern) und 12 Schlaganfällen, (davon 2 bei Kindern), suspendierte. Jedes der Opfer hatte Adderall oder Adderall XR genommen.
Am 22. März 2004 heißt es in einem Gesundheits-Informationsblatt der FDA über SSRI-Antidepressiva, dass diese "Besorgtheit, Erregungszustände, Panikattacken, Schlaflosigkeit, Gereiztheit, Feindseligkeit, Impulsivität, Akathisie, also schwere Ruhelosigkeit, die zu Manie/Psychosen führen kann, Hypomanie (also eine abnorme Aufgeregtheit), milde Manie und Manie (eine Psychose, charakterisiert durch übersteigerte Gefühle, Größenwahn und überschießende Ideen)" verursachen können.
Auf die Frage, was Virapen nach all den Jahren zu dem Sinneswandel führte jetzt die Wahrheit zu veröffentlichen, schilderte er das folgende Erlebnis:
Virapen schreibt deshalb: "Ich widme dieses Buch meinen drei Kindern. Den ersten beiden, bei denen ich mich dafür entschuldigen möchte, dass sie mich in ihrer Kindheit kaum gesehen haben, weil ich meine Seele dem Teufel verkauft und Tag und Nacht für die Pharmaindustrie gearbeitet habe. Und meinem dritten Kind, dem ich wünsche, dass ihm in seiner Zukunft die verschiedenen Fürchterlichkeiten der Pharmaindustrie erspart bleiben mögen."
Eine Robert-Koch-Studie, ist derzeit das aktuelle Vehikel der Psychiarie, um eine psychiatrische Untersuchung ALLER Kinder in Deutschland durchzusetzen.
Um auch die Frage zu beantworten wie der Kontakt des Autors zur KVPM Deutschland in München zustande kam, sagt Virapen, er habe zunächst verschiedene Journalisten kontaktiert. Sie hätten aber entweder Geld oder eine Story haben wollen. Bei den Mitarbeitern der KVPM habe er dagegen das Gefühl gehabt, sie seien ernsthaft daran interessiert, Menschen vor schädlichen oder sogar tödlichen Behandlungsmethoden zu schützen.
Virapens Entscheidung, die KVPM zu kontaktieren, stellte sich wenig später bereits als effektive Massnahme heraus, denn wenige Wochen, nachdem er sich bei den ehrenamtlichen Aktivisten in München gemeldet hatte, nahm er schon mit zwei Vorständen des Vereins an einem Fachgespräch der Partei Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion in Berlin teil. Bei diesem Gespräch saßen die Besucher mit Abgeordneten und Vertretern aus den Bereichen Psychiatrie, Psychologie, Pädagogik, einem Vertreter der Krankenkasse und einigen weiteren Interessenvertretern an einem Tisch. Es ging um künftige Präventionsmaßnahmen, damit Kinder in Deutschland besser vor psychischen Krankheiten geschützt werden. Für die Psychiatrievertreter und Lobbyisten bedeutet das im Klartext: Mehr Psychiater und Psychologen und vor allem mehr Geld! Grundlage für dieses Fachgespräch lieferte eine neue Studie des Robert-Koch Instituts, in der die Behauptung aufgestellt wird, dass es eine Verschiebung bei Kindern von physischen zu psychischen Krankheiten gebe. Ein vollkommener Blödsinn. Da Virapen wisse, wie solche Studien zustande kämen, um bei Politikern Handlungsbedarf vorzutäuschen, war es überaus wichtig, dass sie dort waren und als einziger Gegner der Vertreter der Psychiatrie vorsprachen.
Seit dem Virapen mit Vertretern der KVPM in Berlin und auch bei der Pressekonferenz in Hamburg aufgetreten ist, wird er wiederholt von völlig Fremden gefragt, ob er Mitglied bei der KVPM oder Scientologe sei. Virapen sagt, ihm sei es unverständlich, warum diese Art Anfragen kämen und welche Rolle es spielt. Man solle ihn lieber fragen, wie man sich oder seine Kinder vor einem Arzt schützen kann, der vor den Karren irgend eines Pharmaunternehmens gespannt wurde, um deren gesundheitsschädliche Produkte zu verkaufen. Stattdessen erhalte er immer wieder Anrufe oder E-Mails bzgl. dieser Mitgliedschaftsfrage. Mit Scientology habe er sich noch nie befasst, das sei auch nicht seine Mission. Er ist auch kein Mitglied der KVPM. Er sei auf der Suche nach Verdienstmöglichkeiten, um einige rechtliche Schritte gegen seinen früheren Arbeitgeber zu finanzieren. Die Arbeit bei der KVPM geschieht in Deutschland bisher jedoch nur auf ehrenamtlicher Basis.
"Korruptionsmanager" Virapen wird selbst ins Aus befördert
Zur Frage, auf welche Weise er seinen Konzern damals verlassen habe, schreibt Virapen: "Mir wurde in Puerto Rico eine Stelle als Geschäftsführer für den Bezirk Karibik angeboten. Etwa 30 Tage nachdem ich sie angetreten hatte wurde ich entlassen."
Es sei einfach behauptet worden, er hätte andere dazu veranlasst, schlecht über "E" zu reden. Doch aus welchem Grund hätte er das tun sollen, wo er bei dem Unternehmen eine wunderbare Karriere machte? Rubio glaubt, dass er einfach zu viel gewusst habe. Er sei mit diesem Wissen für einige der Firma zu einer potentiellen Bedrohung geworden. Es sei damals so abgelaufen, dass er zu einem Managerseminar in die Konzernzentrale in den USA gerufen wurde. Er könne sich noch erinnern, wie um Punkt 8 Uhr morgens das Telefon in seinem Hotel geklingelt habe. Er sollte sofort erscheinen. Dort habe ihm dann ein Mann mitgeteilt, dass er entlassen sei. Als er nach dem Grund gefragt habe habe der Kerl gesagt, es sei, weil er schwarz sei und er die Karriereleiter ein wenig zu fix hinaufgeklettert sei. Als Rubio nach diesem Gespräch in seinem Büro in Stockholm angerufen habe, habe er von seinen früheren Mitarbeitern erfahren, dass bereits alle Schlösser ausgetauscht worden sein sollen. Der Konzern habe auf diese Weise Dokumente und Belege für korrupte Aktivitäten, die Rubio im Namen der Firma ausführte, unter seine Kontrolle gebracht. In Puerto Rico gelte außerdem amerikanisches Recht. Da musste die Firma keine Abfindung zahlen. In Schweden, wie in anderen europäischen Ländern, seien Konzernmitarbeiter vor willkürlichen Entlassungen geschützt. Das hätte dem Konzern weit mehr als ein Flugticket nach Puerto Rico gekostet. Renen schreibt: "So wurde ich offensichtlich gelinkt, genauso, wie ich es für das Unternehmen als Korruptionsmanager getan hatte, wenn ich die Zulassungsbehörden für Arzneimittel getäuscht hatte."
Es sei auch zu einer Verhandlung vor einem Arbeitsgericht in den USA gekommen. Nach der Gerichtsverhandlung habe sein Anwalt mit dem Richter gesprochen, der Richter habe keine Zweifel daran gelassen, dass er seine Sache bewiesen hatte und die Kündigung rechtswidrig gewesen war. Als jedoch wenige Wochen später das schriftliche Urteil nebst Begründung zugestellt worden sein soll, habe das Urteil komplett anders gelautet und nicht er, sondern "E" habe Recht bekommen. Sein Anwalt habe gegen das Schreiben beim US Appeals Court in Boston Einspruch eingelegt. Als sein Anwalt aber in Boston zu einem Termin eingeflogen sein soll, um ihn zu verteidigen, habe ihn noch auf dem Weg zum Gericht ein Fax erreicht, mit der Nachricht, er bräuchte das Flugzeug gar nicht erst zu besteigen. Man hätte bereits gegen ihn entschieden gehabt. Sein Anwalt sei fassungslos gewesen, da er derartiges in seiner langen Karriere niemals zuvor erlebt habe.
Noch im diesem Frühjahr soll das zweite Buch fertig sein. Neben den konkreten Namen der beteiligten Firmen, deren Produkte und Namen von beteiligten Personen, will Virapen weitere Beispiele korrupter Aktivitäten, bei denen es auch um andere Medikamente als um Psychopharmaka gehen soll, nennen. Es soll eine Art Selbstbiographie über Bestechungsgelder in Form von Waren und Dienstleistungen, Besuche in Bordells, luxuriöse Mittagessen, inklusive abgebrochener und dunkle klinische Tests gehen. Wer sein erstes Buch gelesen und damit die Grundlagen des Pharmageschäfts verstanden hat, dem kann Virapen in seinem zweiten Buch schon einiges mehr zumuten. Wer es ohne Vorkenntnisse liest, wird es wahrscheinlich nicht glauben wollen, wären da nicht die konkreten Namen, die alles nachprüfbar machen sollten.
Sehr geehrter Leser, bitte unterstützen Sie die Arbeit der Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte Deutschland e.V.
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