Menschenrechtsverein fordert:

KEINE psychiatrischen Labels & Psychopharmaka aufgrund der gegenwärtigen Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie !


9. April 2020


Sehr geehrte ...

 

aus der jahrzehntelangen Erfahrung unseres Vereins wissen wir, wie die Psychiatrie wiederholt reale Bedrohungen wie Terrorismus, Kriege oder Naturkatastrophen für ihre Zwecke benutzt hat, um normale menschliche Reaktionen auf außergewöhnliche Krisen als psychische Krankheit zu redefinieren. Nun also COVID-19.

Dabei benötigen Menschen in schweren Zeiten in erster Linie menschliche Zuwendung, Freundschaft, Zuversicht und echte Hilfe. Keine aufgedrückten psychiatrischen Stempel, mit denen sie ohne wissenschaftliche Grundlage zu Menschen zweiter Klasse abgestempelt und u.U. einer Zwangsbehandlung mit gefährlichen Psychopharmaka oder sogar Elektroschocks zugeführt werden.

Unser Verein führt derzeit eine umfassende Untersuchung darüber durch, wie die psychiatrische Industrie plant, von den aktuellen Virusproblemen zu profitieren - und damit die Hysterie zu verstärken, um einen größeren Markt für ihre "Therapien" zu schaffen. Hier einige Beispiele, die unsere Befürchtungen bestärken:

1) In einem Branchenartikel wurde berichtet, dass der psychologische Markt bereit sei, von COVID-19 zu profitieren, da die Lage "zu einer höheren Nachfrage nach psychiatrischen Diensten führen könnte".
Quelle: "Coronavirus Concerns Shake Up Behavioral Health Industry, Could Boost Demand for Services" vom 10.03.2020:
https://bhbusiness.com/2020/03/10/coronavirus-concerns-shake-up-behavioral-industry-could-boost-demand-for-services/ 

2) Die Fachzeitschrift The Lancet Psychiatry veröffentlichte eine Studie, in der es heißt: "Angesichts des Virus muss dringend eine rechtzeitige psychiatrische Versorgung entwickelt werden", wobei spezialisierte "psychiatrische Gesundheitsteams" zur Durchführung psychiatrischer Behandlungen eingerichtet werden.
Quelle: "Timely mental health care for the 2019 novel coronavirus outbreak is urgently needed" vom 01.03.2020:
https://www.thelancet.com/journals/lanpsy/article/PIIS2215-0366(20)30046-8/fulltext

3) Die Zeitschrift Psychology Today berichtete, dass "COVID-19 wahrscheinlich die Entstehung von Angstzuständen verstärken" werde; die Behandlung könne "angstlösende Medikamente und Antidepressiva" umfassen.
Quelle: "Anxiety - How COVID-19 May Impact Mental Health" vom 02.03.2020
https://www.psychologytoday.com/us/blog/the-future-brain/202003/how-covid-19-may-impact-mental-health

Das war vorhersehbar. Auch nach den Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 sind die Verschreibungen von Antidepressiva in New York stark angestiegen. Über die bekannten gefährlichen Nebenwirkungen der Antidepressiva war kaum etwas zu lesen.

Dabei kam z.B. der Psychologe Michael P. Hengartner in seiner neuen Forschungsarbeit zu dem Schluss, dass 90% der Antidepressiva nicht besser wirken als Placebo. Er schreibt sogar, die immer häufiger verschriebenen Antidepressiva seien größtenteils nutzlos und potenziell schädlich.
Quelle: https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/bei-rund-90-wirken-antidepressiva-nicht-besser-als-placebo/

Weltweit haben Arzneimittelbehörden Warnungen über die verheerenden Nebenwirkungen von Psychopharmaka herausgegeben, da sie Mord- und Selbstmordgedanken, Diabetes, Psychosen, Herzinfarkt und Schlaganfälle auslösen können. Auch die deutsche Arzneimittelbehörde hat Warnungen veröffentlicht.
Quelle: https://www.kvpm.de/fakten/aufsichtsbehoerden-warnen-vor-psychopharmaka/

Mit der Aufdeckung der gefährlichen Risiken von Psychopharmaka haben sich auch die Schadensersatzforderungen erhöht. In den USA mussten Pharmafirmen über 4.9 Milliarden USD Dollar (3,3 Milliarden Euro) an straf- und zivilrechtlichen Strafen bei Vergleichen zahlen. Das zog weitere Konsequenzen nach sich: Am 05.02.2010 wurde in der US-Presse vom Wall Street Journal mitgeteilt: „Glaxo verabschiedet sich aus der Antidepressiva-Forschung“. Am 02.03.2010 teilte Reuters mit:“AstraZeneca lässt Forschung von Psychopharmaka und anderen Medikamenten fallen.“
Quelle: http://www.kvpm.de/fakten/schadensersatzklagen-wegen-psychopharmaka

4) Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang, dass die Verabreichung von Neuroleptika an Senioren deren Immunsystem unterdrücken und sie als ohnehin Risikogruppe noch anfälliger für eine schwere Virusinfektion machen kann. Dies deckte ein kürzlich durchgeführte Studie auf.
Quelle: “New study shows antipsychotic drugs can suppress the immune system” vom 14.08.2019:
https://www.une.edu/news/2019/new-study-shows-antipsychotic-drugs-can-suppress-immune-system

5) Die erfundene psychiatrische Störung "Gesundheits-" oder "Krankheitsangst", die als irrationale und zwanghafte Sorge um eine ernste Krankheit beschrieben wird, sickert bereits in die COVID-19-Nomenklatur ein. Sie ist angeblich von der Vorstellung einer Person von körperlichen Krankheitssymptomen geprägt. Wie bei allen psychischen Störungen, die im Diagnostischen und Statistischen Manual Psychischer Störungen (DSM-5) aufgeführt sind, kennen Experten laut der Johns Hopkins School of Medicine die genauen Ursachen nicht.
Quelle: Understanding hypochondria in this time of Covid-19" vom 24.03.2020:
https://cebudailynews.inquirer.net/296714/understanding-hypochondria-in-this-time-of-covid-19#ixzz6HdmWZBGV

In Deutschland sind die Töne indes noch verhaltener. Doch auch hier melden sich zunehmend Psychiater zu Wort und beschwören bedrohliche Szenarien, auf die mit psychiatrischen Interventionen zu reagieren sei, wie im Artikel "Psychische Belastungen durch die Corona-Krise" vom 31.03.2020. Hier einige Auszüge (Unterstriche hinzugefügt):

"Seit mehr als einer Woche gibt es auch in Deutschland drastische Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Kontrollverlust und Mangel an Sozialkontakten machen Psychologinnen und Psychologen Sorge. Sie befürchten mehr Gewalt und Suizide.

Die Corona-Pandemie hat den sozialen Alltag in Deutschland seit mehr als einer Woche drastisch verändert. Für jeden einzelnen Menschen bedeute das eine Belastung, die insbesondere für Menschen mit psychischen Erkrankungen auch gefährlich werden könne, mahnen Fachleute. Der Begriff Corona-Ferien treffe die Lage nicht.

Die Tübinger Psychologin Ursula Gasch, spezialisiert auf Notfälle, sieht die Lage für viele Menschen einengend: "Ich kann nicht mehr bestimmen, wie ich mich bewege, mit wem ich mich in einem Raum aufhalte. Das meiste ist jetzt vorbestimmt und geografisch limitiert." Dazu befänden sich Familien plötzlich in einem ungewohnten und erzwungenem 24/7-Modus. Zugleich fehlten tägliche Routinen und Ausweichmöglichkeiten. Dazu kommt die Sorge um die eigene Gesundheit - nach Umfragen beschäftigt sie mehr als die Hälfte der Bundesbevölkerung.

"Diese Lage birgt Konfliktpotenzial", urteilt auch Iris Hauth, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Die übliche Reaktion auf Angst in der menschlichen Entwicklung sei: wegrennen oder kämpfen. "Das funktioniert hier aber beides nicht."

In Krisenplänen müsse deshalb unbedingt auch die psychische Belastung der Bevölkerung berücksichtigt werden, fordert Hauth. "Es geht um zeitnahe Angebote. Diese Pandemie ist nicht in drei Wochen abgehandelt." Erfahrungen aus der chinesische Stadt Wuhan zeigten, dass dabei Krisentelefone helfen können. Tausende hätten dort angerufen. Die Berliner Seniorenhotline Silbernetz registriere jetzt schon viel mehr Anrufe, sagt Initiatorin Elke Schilling. An einzelnen Tagen wollten fünfmal mehr Menschen reden als früher. Die Kapazitäten würden nun aufgestockt.

Fachleute müssten sich darauf einstellen, dass sowohl eine Welle von Gesunden kommen werde, die plötzlich behandlungsbedürftige Ängste habe, sagt Psychiaterin Hauth.

Kurz und mittelfristig könne die Lage zu Angst und Schlafstörungen, aber auch zu Langeweile, Einsamkeit und Depression mit Gefühlen der Ausweglosigkeit führen, meint Psychologin Gasch. Wut, Ärger, Frustration und Verunsicherung böten Potenzial für Aggressionen und Suchtmittelmissbrauch.

In der Berliner Gewaltschutzambulanz befürchtet man einen starken Anstieg von Kindesmisshandlungen. "Die soziale Kontrolle ist derzeit nicht da - der Bereich, wo sonst häusliche Gewalt gegen Kinder auffällt, also in Schulen, Kitas oder bei Tagesmüttern, ist ja gerade weggefallen", sagt Vizechefin Saskia Etzold. ... "Wir müssen wohl davon ausgehen, dass innerfamiliäre Gewalt in den nächsten Wochen deutlich ansteigt", ergänzt die Ärztin.

"Wir stellen uns in dieser Zeit darauf ein, dass Straftaten der häuslichen Gewalt deutlich zunehmen werden", sagt auch Berlins Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne). Das zeigten auch Erfahrungen aus China und Italien. Psychologin Gasch hält die Sorge für berechtigt.

Für Menschen mit psychischen Problemen sei die momentane Anspannung schwerer zu bewältigen als für andere, betont Psychiaterin Hauth. "Sie sind stressempfindlicher und bekommen möglicherweise mehr Symptome - also auch mehr Angst, mehr Panik und Depressionen." Nach Zahlen der Fachgesellschaft DGPPN werden in Deutschland pro Quartal 2,5 Millionen gesetzlich Versicherte bei Fachärztinnen und -ärzten für Psychiatrie und Psychotherapie und Nervenheilkunde behandelt. Viele Kliniken und Praxen hätten bereits alternative und innovative Behandlungsmethoden wie Telefon- und Videosprechstunden sowie Online-Interventionen in Behandlung und Therapie aufgenommen.

Mehr im Fokus wünscht sich Psychologin Gasch auch Beschäftigte im Gesundheitswesen. Die Corona-Krise könnte sie an Grenzen bringen. Reichen zum Beispiel Intensivbetten für Covid-19-Erkrankte in Deutschland nicht aus, kommen auf das medizinische Personal Entscheidungen zu, die sie so kaum kennen. Im Hotspot Italien, wo zuletzt 1.000 Menschen am Tag an Covid-19 starben, brauchten die Ärzteschaft und das Pflegepersonal psychologische Unterstützung, um weiterarbeiten zu können."

Quelle: "Psychische Belastungen durch die Corona-Krise" vom 31.03.2020:
https://www.esanum.de/today/posts/psychische-belastungen-durch-die-corona-krise

Am 03.04.2020 titelte BILD Online gar:
Leiden auch Sie unter einer "Corona-Psychose"?
Im Artikel heißt es unter anderem: "Viele Menschen sind durch die Corona-Krise psychisch belastet, zeigen starke Ängste und Niedergeschlagenheit", sagt Prof. Anja Mehnert-Theuerkauf, Leiterin der Abteilung für Medizinische Psychologie am Universitätsklinikum Leipzig.
https://www.bild.de/ratgeber/gesundheit/gesundheit/corona-psychose-was-macht-die-psyche-mit-krankheiten-69827524.bild.html

Der hierzulande beginnenden Pathologisierung von normalen menschlichen Reaktionen auf außergewöhnlicher Situationen wie die Corona-Pandemie, die wie Psychiaterin Hauth propagiert "behandlungsbedürftig" seien, muss ein Riegel vorgeschoben werden.

Vor diesem Hintergrund fordern wir Sie auf, die jetzt laut werdenden psychiatrischen „Hilfs-Angebote“ kritisch zu prüfen und zu unterbinden, dass normales menschliches Verhalten in Krisenzeiten wie diesen redefiniert werden als psychische Störung, welche die Psychiatrie und Pharmaindustrie in Lohn und Brot hält.

Die Corona-Krise darf nicht benutzt werden, um fragwürdigen Interessensgruppen der Psychiatrie und Pharmaindustrie Vorschub zu leisten.
Bitte setzen Sie sich stattdessen für die lückenlose Grundversorgung der Bevölkerung mit den derzeit benötigten Hygieneartikeln wie Atemschutzmasken, Einmalhandschuhen und Flächendesinfektionsmitteln ein. So können vielen Mensche Ängste genommen werden, da sie sich durch Vorbeugung ursächlich vor einer Infektion schützen können.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Quitt

Kommission für Verstöße der Psychiatrie
gegen Menschenrechte Deutschland e.V.
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