Ausstellung "Psychiatrie: Tod statt Hilfe"

in München eröffnet!

 

München: 5. April 2018

Der Münchener Verein Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte Deutschland e.V. zeigt in der Leopoldstraße 71 zum 10. Mal in München die internationale Wanderausstellung mit dem Titel: „Psychiatrie: Tod statt Hilfe“.

 

Diese einzigartige Dokumentation weltweiter Missbräuche der Psychiatrie
wird täglich von 10:00 bis 22 Uhr und bis zum 18. April gezeigt.
Der Eintritt ist frei
.

 

Die offizielle Eröffnungsveranstaltung fand am Donnerstag (05.04.2018) vor 110 Gästen statt.

 

Bei den 2,40 Meter großen Stellwänden und 8 Videostationen mit 16 Dokumentationsfilmen handelt es sich um eine verkleinerte, mobile Version des permanenten Psychiatriemuseums der Citizens Commission on Human Rights (CCHR) in Hollywood, einer gemeinnützigen Organisation, die seit über 50 Jahren Korruption und Menschenrechtsverstöße im psychiatrischen System aufdeckt. Die CCHR stellt Strafverfolgungs- und Schulbehörden kostenlos einen 64-seitigen Bericht zur Verfügung, der mehr als 60 Beispiele für Schul- und Massenschießereien, Messerstechereien und Gewalttaten von Personen, die unter dem Einfluss von Psychopharmaka stehen, auflistet. Außerdem benennt der Bericht mehr als 30 Studien, die Antidepressiva, Neuroleptika, Psychostimulanzien und Stimmungsstabilisierer mit Nebenwirkungen wie Feindseligkeit, Manie und Aggression in Verbindung bringen, sowie Selbstverletzung, Selbstmord und Mordgedanken.

Aggressivität, Wut und gewalttätiges Verhalten sind nach der Einnahme von Psychopharmaka oftmals das Resultat. In Deutschland existiert bislang kein Register und kein Verzeichnis, das die Zahl der Gewalttaten nach Einnahme von Psychopharaka dokumentiert. Die KVPM Deutschland fordert seit Jahren von Polizeibehörden und Ministerien die Einführung eines solchen Verzeichnisses.

Bei der Eröffnungsveranstaltung wurde heute erstmals der Bericht einer examinierten Krankenschwester veröffentlicht, die über die unglaublichsten, menschenverachtenden Verhältnisse in der Psychiatrie erzählt. Die Krankenschwester sah in ihrer 30-jährigen Dienstzeit, wie Patienten von Pflegern und Psychiatern gemobbed, geschlagen, gefesselt und immer wieder eingeschlossen wurden. Als sie sich dagegen auflehnt, gerät die Krankenschwester plötzlich selbst in die Mühlen der Psychiatrie. Das Publikum war geschockt, viele hatten Tränen in den Augen, als detailliert über ihre Todesangst berichtet wurde, während sie 24 Stunden ohne Trinken, Essen, WC und mit so engen Gurten ans Bett gefesselt wurde, dass ihre Haut riss. Außerdem sprach eine Heilpraktikerin aus dem Münchener Raum, die ebenfalls ein Schlaglicht auf unhaltbare Zustände der Psychiatrie warf.

Für weitere Informationen:
Bernd Trepping, KVPM Deutschland e.V.
Telefon 0178 - 613 74 67

KVPM Deutschland e.V.
Amalienstr. 49 a
80799 München
www.kvpm.de

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Die KVPM wurde 1972 in München von Mitgliedern der Scientology Kirche gegründet und gehört zum weltweit größten Netzwerk zur Aufdeckung von Missbräuchen in der Psychiatrie.