Ermittlungen wegen "Beihilfe" gegen

behandelnden Psychiater des Täters
von Münster gefordert.

 

München/Münster: 10. April 2018


Mit einer Mahnwache an der Münchner Freiheit und einer Ausstellung unter dem Titel "Psychiatrie: Terror statt Hilfe" verleihen Aktivisten der KVPM Deutschland e.V. die kommenden 9 Tage ihrer Forderung an die Staatsanwaltschaft Münster Nachdruck, gegen die behandelnden Psychiater des Attentäters von Münster zu ermitteln.

Verantwortliche Psychiater, die dem Attentäter mit hoher Wahrscheinlichkeit Psychopillen verabreicht haben, ohne ihn vor gewaltauslösenden "Nebenwirkungen" zu warnen, sollen für die schreckliche Tat von Jens R. mitverantwortlich gemacht werden.

Die 7-seitige Strafanzeige ging heute bei der Staatsanwalschaft Münster zunächst per E-Mail ein.

KVPM Ausstellung an der Münchener Freiheit. Menschenrechtsaktivisten fordern, dass Psychiater für Taten, die durch gewaltverursachende Nebenwirkungen ausgelöst wurden, mitverantwortlich gemacht werden.

Bei der Ausstellung handelt es sich um 2,40 Meter große Stellwände und 8 Videostationen mit 16 Dokumentationsfilmen. Sie ist die verkleinerte, mobile Version eines permanenten Psychiatriemuseums der Citizens Commission on Human Rights International (CCHR) in Hollywood, einer gemeinnützigen

Organisation, die seit über 50 Jahren Korruption und Menschenrechtsverstöße im psychiatrischen System aufdeckt. Die CCHR stellt Strafverfolgungs- und Schulbehörden kostenlos einen 64-seitigen Bericht* zur Verfügung, der mehr als 60 Beispiele für Schul- und Massenschießereien, Messerstechereien und Gewalttaten von Personen, die unter dem Einfluss von Psychopharmaka stehen, auflistet. Außerdem benennt der Bericht mehr als 30 Studien, die Antidepressiva, Neuroleptika, Psychostimulanzien und Stimmungsstabilisierer mit Nebenwirkungen wie Feindseligkeit, Manie und Aggression in Verbindung bringen, sowie Selbstverletzung, Selbstmord und Mordgedanken.

KVPM Infostand an der Münchner Freiheit: Unterschrifensammlung für die Einführung eines Polizeiregisters zur Beobachtung von Gewalttaten in Zusammenhang mit Psychodrogen.

Aggressivität, Wut und gewalttätiges Verhalten sind nach der Einnahme von Psychopharmaka oftmals das Resultat. In Deutschland existiert bislang kein Register und kein Verzeichnis, das die Zahl der Gewalttaten nach Einnahme von Psychopharmaka dokumentiert. Die KVPM Deutschland fordert seit Jahren von

Polizeibehörden und Ministerien die Einführung eines solchen Registers.

 

Straftaten, die nach der Verabreichung von Psychopharmaka begangen wurden, sollten in einer separaten Polizeistatistik erfasst werden, um die Allgemeinheit besser vor den tödlichen Folgen psychiatrischer Fehlbehandlungen zu schützen, schlägt die KVPM vor.

 

Die KVPM Deutschland fordert regelmäßig von Staatsanwaltschaften, die Täter hinter den Gewaltverbrechern zur Verantwortung zu ziehen. Bernd Trepping (51), Vorstand der KVPM Deutschland e.V.: „Psychiater sind über das Gewalt auslösende Potential von Psychopharmaka bestens unterrichtet und nach Maßgabe des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte dazu verpflichtet, ihre Patienten auf diese Nebenwirkungen hinzuweisen. Sehr viele Psychiater kommen dieser Aufklärungspflicht jedoch nicht nach. Betroffene halten die chemisch induzierten Impulse andere zu verletzen oder gar zu ermorden missverständlich für ihre eigenen und richten sich oftmals nach ihrer Tat selbst. Psychiater im Hintergrund begehen in so einem Fall zumindest Beihilfe.“

 

* Die 64-seitige Broschüre der CCHR International "Psychiatric Drugs Create Violence & Suicide" findet sich zum kostenlosen Download unter dem Link: www.cchrint.org/pdfs/violence-report.pdf

Für weitere Informationen:

Bernd Trepping, Präsident KVPM Deutschland e.V.
Tel. 0178 - 613 74 67

KVPM Deutschland e.V. Amalienstraße 49a, 80799 München.
Tel.: 089 - 273 03 54, Fax: 089 - 28 98 67 04
info@kvpm.de, www.kvpm.de

Fotos: KVPM (zur freien Verwendung)

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Die KVPM wurde 1972 in München von Mitgliedern der Scientology Kirche gegründet und ist Teil des größten internationalen Netzes zur Aufdeckung von Korruption und Menschenrechtsverstößen im psychiatrischen System.