Totentanz vorm Psychiatriekongress

 

 

Mit Sensenmännern & Trommelschlägen besingen Menschenrechtler den Tod der Psychiatrie

 

Dresden: 8. Juni 2007:

 

Menschenrechtler laden die Presse und Öffentlichkeit zum Totentanz vorm Kongresszentrum um 12:00 Uhr. Gähnende Leere beim Kongress, fehlende Sponsoren, zuviele Kritiker... Zudem machte eines der wenigen geldgebenden Pharmaunternehmen gestern auch noch fast einen Rückzieher. Dem Sponsor droht eine Anzeige wegen unerlaubter Werbung für verschreibungspflichtige Produkte, weil ein Nichtmediziner vor einem ihrer Stände gesichtet und offenbar auch fotografiert worden war.

 

Der Psychiater und Cheforganisator Kallert rief hastig die wenigen vorhandenen Journalisten zusammen, um sicherzustellen, dass dieses Foto nicht verwendet wird, da die Pharmafirma sonst ihren Stand abbauen würde ...

 

Kallert brauchte ganze zwei Jahre Vorbereitung, um die wenigen ca. 150 Teilnehmer zusammenzubekommen.

 

Psychiatriekritiker können sich hingegen vor Anfragen nicht retten. Vertreter der Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte sind von morgens bis abends vorm Kongresszentrum präsent, zeigen schräg gegenüber eine Ausstellung zum Thema "Psychiatrie: Tod statt Hilfe" und sind zudem mit einem Zelt auf dem Postplatz vertreten. Innerhalb von nur zwei Tagen strömten mehr als 800 Besucher in die Ausstellung und zum Zelt, darunter Sozialpädagogen, Professoren, Ärzte, ganze Schulklassen, Anwälte und mehrere Dutzend Teilnehmer des Psychiatriekongresses selbst. 

 

Vor dem Kongresszentrum
Vor dem Kongresszentrum

 

Mittlerweile wird diese Ausstellung von Kongreßteilnehmern untereinander als "Geheimtip" gehandelt. Eine Teilnehmerin meinte, dass diese Ausstellung faktisch völlig richtig sei.

 

Ein Rechtsanwalt übergab seine Visitenkarte, weil er Psychiatrieopfer gern vertreten und ihnen helfen möchte.

 

Eine andere Teilnehmerin brachte die ganze Psychiatriewerbung, die im Kongress verteilt wurde, zur KVPM, damit wir etwas dagegen unternehmen.

 

Die späte Einsicht eines Psychiaters aus Neuseeland zu einer KVPM Mitarbeiterin: "I am a shrink, I am one of the bad guys."
(Shrink = Schrumpfkopf, ein abfällige Bezeichnung für Psychiater in englisch sprachigen Länden).

 

Ein weiterer Teilnehmer besorgte sich die DVD der Kommission mit 14 Dokumentationsfilmen über zerstörerische Praktiken der Psychiatrie, um sie "all seinen Kollegen vorzuführen".

 

Ein psychiatrischer Pfleger berichtete, dass sich mittlerweile mehrere Pfleger zusammengeschlossen haben und sich gegen die von Psychiatern angeordnete Zwangsbehandlung bei Patienten auflehnen. Sie wollen Patienten nicht fesseln, sie gegen ihren Willen mit Psychodrogen zu traktieren oder ähnliches.

 

Zu allem Überfluss machte sich der amerikanische Psychiatriegegner David Oaks gestern auch noch mitten im Kongress mit einer roten Pappnase über die gestriegelten Psychiater lustig und war trotz wiederholter Aufforderung des Cheforganisators Kallert nicht dazu bereit, seine Pappnase abzunehmen. Stattdessen sang er immer wieder das Lied "Die Gedanken sind frei".

 

Nach dem Schwangengesang vor dem Kongresszentrum lädt die KVPM zum Gespräch in der Ausstellung, um mit zwei Rechtsanwälten die geheimen Pläne der Psychiatrie zum Thema Zwangsbehandlung in Europa aufzuschlüsseln und Hintergrundinformationen zur Verfügung zu stellen.

 

Mit Sensenmännern & Trommelschlägen besingen Menschenrechtler den Tod der Psychiatrie

 

Kallert und seine EUNOMIA Study Gruppe wurde von der Europäischen Kommission mit mehr als 1,6 Millionen Dollar für eine Studie bezahlt, mit der Regelungen zur Zwangs-behandlung in ganz Europa erarbeitet werden sollten. Diese Ergebnisse sollten nationalen Regierungen, Politikern, Rechtswissenschaftlern und anderen Experten zur Verfügung gestellt werden, um sie davon zu überzeugen, dass Zwangsbe-handlung etwas notwendiges sei.  Offenbar will sich niemand freiwillig von der Psychiatrie behandeln lassen.

  

"Die mangelnde Teilnehmerzahl beim Kongress bezeugt, dass sich Meinungs- und Gesetzgeber sowie die breite Öffent-lichkeit von der Psychiatrie nicht für dumm verkaufen lassen",  so Bernd Trepping, Präsident der KVPM Deutschland e.V.  "Sie wissen, dass die Psychiatrie unter dem Deckmantel von Hilfe schädigt und vielfach zum Tode führt. Wir fordern die Europäische Kommission daher auf, sämtliche Bewilligungen für Psychiater zum Thema Zwangsbehandlung zurückzunehmen."

 

Fotos der Ausstellungseröffnungen in den USA, Japan und Ungarn im Internet unter: www.cchr.com
Informationen über die Ausstellung unter: Inhalt der Ausstellung

  

  

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Die KVPM wurde 1972 in München von Mitgliedern der Scientology Kirche gegründet und gehört zum weltweit größten Netzwerk zur Aufdeckung von Missbräuchen in der Psychiatrie.