Gewaltprävention oder Realitätsverweigerung?

Wer schützt die Öffentlichkeit vor riskanten Behandlungspraktiken

Anlässlich des DGPPN Hauptstadtsymposiums zur Gewaltprävention
am 5. März 2026


Heute am 5. März 2026 diskutiert die DGPPN in Berlin bei ihrem Hauptstadtsymposium die „Prävention von Gewalttaten durch Menschen mit psychischen Erkrankungen“.
Wenn die DGPPN heute neue Maßnahmen zur „Gewaltpräventation“ vorstellt, bleibt eine zentrale Frage unbeantwortet: Welche Rolle spielen psychiatrische Behandlungen selbst – insbesondere Psychopharmaka – bei Gewalttaten?

Die Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte Deutschland e.V. (KVPM ) präsentiert heute ihren Abschlussbericht zu einer Reihe umfangreicher Protest-Aktionen rund um den DGPPN Jahreskongress 2025. Der Psychiatrie-Kongress wurde von über 60 Unternehmen mit über 1 Million € gesponsert, meist Pharmafirmen. Damit gleicht der Jahreskongress eher einer Marketingveranstaltung, getarnt als `medizinische Fortbildung´.

Mit einer aufsehenerregenden Reihe von Protesten setzte die KVPM Deutschland in Berlin ein kraftvolles Zeichen gegen die unheilige Allianz zwischen Psychiatrie und Pharmaindustrie und fordert überfällige Reformen, um psychiatrischen Zwang und Gewalt abzuschaffen, wie vom WHO/UN-Hochkommissariat bereits 2023 gefordert.

Im Fokus der KVPM-Aktionen steht die neue internationale Dokumentation*: „Rezept für Gewalt: Die tödlichen Nebenwirkungen der Psychiatrie“ der Citizens Commission on Human Rights International (CCHR), des amerikanischen Schwestervereins der KVPM. Die zweistündige Enthüllungs­reportage präsentiert alarmierende Beweise für den Zusammenhang zwischen der steigenden Zahl von Amokläufen, Schulschießereien und Gewaltverbrechen und dem weit verbreiteten Gebrauch von Psychopharmaka. Der Film zeigt, dass viele Täter erst unter dem Einfluss von Psychopharmaka zu Gewalttätern wurden oder sich auf einem Entzug davon befanden.

Premiere der neuen CCHR Dokumentation vor dem DGPPN-Jahreskongress in Berlin:

Die KVPM zeigte im November 2025 auf einer Großleinwand an 2 Tagen vor dem Psychiatriekongress erstmals die neue Dokumentation „Rezept für Gewalt: Die tödlichen Nebenwirkungen der Psychiatrie“*. Tausende Kongressteilnehmer sahen sich mit unbequemen Fakten konfrontiert. Bei der KVPM Demonstration am 28 November in der Berliner Innenstadt und über den Kurfürstendamm mit über 120 Menschenrechtlern wurde auf der fahrenden Großleinwand der Trailer für den Film „Rezept für Gewalt“ gezeigt.

In Deutschland nehmen derzeit rund 4 Millionen Menschen Psychopharmaka – viele ohne die potentiell tödlichen Nebenwirkungen zu kennen. Die Dokumentation „Rezept für Gewalt“ deckt eine Krise von nationaler und globaler Tragweite auf. Zu den aufgeführten Risiken und Nebenwirkungen dieser Mittel zählen Manie, Feindseligkeit, Aggression, Mordgedanken und Selbstmordgedanken. Der Film „Rezept für Gewalt“ präsentiert erschütternde Interviews mit Opfern, Ermittlern, Anwälten, Psychologen und Psychiatern, die den Zusammenhang zwischen Psychopharmaka und einigen der schrecklichsten Tragödien und Amokläufen aufzeigen, darunter auch der GermanWings Absturz 2015. Die potentiell tödlichen Folgen von Psychopharmaka sind hinreichlich dokumentiert und der Fachwelt bekannt. Trotzdem wird dieser Faktor meist totgeschwiegen. Bernd Trepping, Vorstand der KVPM Deutschland e.V.: „Psychiater sind mitverantwortlich für die Folgen, wenn sie Patienten mit potentiell gewaltauslösenden Psychopharmaka zu tickenden Zeitbomben machen.

Die KVPM Deutschland fordert die Einführung eines bundesweiten Registers, das Gewalttaten im Zusammenhang mit der Medikation von Psychopharmaka systematisch erfasst. Polizeiliche Ermittlungsbehörden müssen nach jedem Amoklauf routinemäßig prüfen, ob der Täter in psychiatrischer Behandlung war und welche Rolle Psychopharmaka gespielt haben. Trepping: „Psychiater sind verpflichtet, Patienten keinen Schaden zuzufügen. Wenn Psychiater stattdessen Psychopharmaka mit verheerenden Nebenwirkungen verabreichen, müssen sie für die Folgen zur Rechenschaft gezogen werden. Dies muss bei den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zwingend mit geprüft werden.“

Weltweit werden mehr als 280 Millionen Menschen Psychopharmaka verschrieben, obwohl in über 100 behördlichen Warnhinweisen gewalttätiges und suizidales Verhalten als Nebenwirkungen aufgeführt sind. Die neue Dokumentation „Rezept für Gewalt“ soll die Öffentlichkeit über die verheerenden Auswirkungen dieser Mittel auf den Einzelnen und die Gesellschaft informieren und durch Gerichtsfälle und medialen Druck Reformen in der Gesetzgebung vorantreiben.

Ein aktuelles Gesetz im US-Bundesstaat Florida (SB-54, 2026) verpflichtet Behörden, bei mutmaßlichen Amokläufern systematisch zu untersuchen, ob psychotrope Substanzen eine Rolle gespielt haben. Genau diese konsequente Aufarbeitung muß auch in Deutschland umgesetzt werden.

Überblick über Protest-Aktionen der KVPM Deutschland in Berlin anlässlich des DGPPN Jahreskongresses vm 26.-29. November 2025:

Premiere der neuen CCHR Dokumentation vor dem DGPPN-Kongress in Berlin:
Die KVPM zeigte auf einer Großleinwand Social Spots über schädliche Nebenwirkungen von Psychopharmaka sowie die neue Dokumentation „Rezept für Gewalt: Die tödlichen Nebenwirkungen der Psychiatrie“. Auch bei der KVPM Demonstration am 28 November 2025 durch die Berliner Innenstadt und über den Kurfürstendamm mit über 120 Menschenrechtlern wurde ein LED-Truck zur Darstellung dieser Social Spots und des Trailers zu dem Film „Rezept für Gewalt“ mitgeführt.
26 – 29 November 2025: Menschenrechtler stellen die Psychiatrie an den Pranger
Die KVPM Deutschland war jeden Tag mit einem 25qm großen, roten Pavillon direkt vorm Eingang des DGPPN-Kongresszentrums am Berliner Messezentrum präsent. Die Kongressteilnehmer wurden mit Fakten über die Zwangspsychiatrie in Deutschland konfrontiert, mit Daten über Fixierungen, Elektroschocks sowie den Risiken von Psychopharmaka. Eine Besucherin des DGPPN-Kongresses, selbst psychiatrische Gutachterin, kam zum KVPM-Pavillon und sagte, dass Pharmafirmen nicht auf einem psychiatrischen Fachkongress vertreten sein sollten, da einige dort Psychopharmaka bewerben, die noch nicht einmal zugelassen sind. Sie fügte hinzu: „Ich würde lieber 100 Euro Eintritt pro Tag mehr zahlen, als Pharma auf diesem Kongress zu haben.“

Damit bestätigte sie die Kritik der KVPM und vieler anderer Menschenrechtsgruppen.

Internationale CCHR Ausstellung „Psychiatrie: Tod statt Hilfe“ in Citylage

In der Nähe zum Kurfürstendamm fand zeitgleich die Wanderausstellung „Psychiatrie: Tod statt Hilfe“ statt. Sie wurde mit 2500 Plakaten in Berlin beworben. Über 700 Besucher strömten in die Ausstellung, darunter Ärzte, Wissenschaftler, Künstler und internationale Aktivisten, auch Betroffene und Angehörige. Einige Besucher reisten extra aus Leipzig, Brandenburg und Itzehoe nach Berlin, um sich die Chronologie schädigender psychiatrischer Praktiken von ihren Anfängen bis zur Gegenwart anzusehen.

Bei der Eröffnung kamen einige Betroffene zu Wort:

  • Mireille B., deren 16-jähriger Sohn Samuel 2023 insgesamt 107 Stunden in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Aachen einer 7-Punkt Fixierung unterzogen und mit starken Psychopharmaka sediert wurde. Er wurde durch diese unmenschliche Behandlung schwerst traumatisiert und erholte sich nicht mehr davon.
  • Jamie P, die als Jugendliche Opfer psychiatrischer Gewalt wurde.
  • Tanja, deren Mutter in Bulgarien in die Drehtürpsychiatrie geriet und schlußendlich von Psychopharmaka abhängig war, mit Elektroschocks traktiert wurde und zu Tode kam.

Die Citizens Commission on Human Rights (CCHR) ist eine internationale Menschenrechtsorganisation, die vor 55 Jahren von der Scientology Kirche und dem damaligen Professor für Psychiatrie, Dr. Thomas Szasz, gegründet wurde, um Menschenrechtsverstöße in der Psychiatrie aufzudecken und Missstände im psychiatrischen System zu beheben. In Deutschland ist die CCHR als Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte Deutschland e.V. (KVPM) bekannt. Die erste KVPM wurde 1972 in München gegründet. Neben der KVPM Deutschland e.V. gibt es weitere Ortsgruppen in deutschen Städten. Der Beirat des Vereins setzt sich u.a. aus Ärzten, Rechtsanwälten, Wissenschaftlern, Künstlern und Menschenrechtsaktivisten zusammen.

Die KVPM Deutschland wird diese Aufklärungsarbeit fortsetzen, bis psychiatrische Aufklärungspflichten, Transparenz und die Menschenrechte die würdelosen psychiatrischen Zwangsmethoden im Umgang mit Patienten ersetzen.

Hinweis für Redaktionen:

Diese Pressemitteilung ist eine Zusammenfassung des Abschlussberichts der KVPM-Deutschland-Aktionen während des DGPPN‑Jahres-Kongresses 2025. Sie wird anlässlich des DGPPN‑Hauptstadtsymposiums am 5. März 2026 zum Thema Gewaltprävention veröffentlicht. Auf Anfrage können weitere Bild‑ und Videomaterialien sowie weiterführende Hintergrundinformationen zur Verfügung gestellt werden.

*CCHR DOKUMENTATION: „Rezept für Gewalt“: www.cchr.de

Für weitere Informationen, Bernd Trepping
Vorsand KVPM Deutaschland e.V.: 0178-613 74 67

Fotos im Anhang freigegeben, Quelle: KVPM

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